Digitale Souveränität, um unabhängig zu bleiben:

Warum Europa jetzt handeln muss

Europa steht vor einer entscheidenden Herausforderung: Digitale Technologien sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft – doch die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern wächst. Laut Boris Bärmichl, Vorstand der Digitalsparte beim ASW-BW-Partnerverband BVSW (Bayerischer Verband für Sicherheit in der Wirtschaft) ist es höchste Zeit für einen Kurswechsel.

Was bedeutet digitale Souveränität?
Sie umfasst drei Ebenen:

  • Technologische Souveränität – die Fähigkeit, eingesetzte Systeme selbst zu gestalten.
  • Datensouveränität – Kontrolle darüber, wer Zugang zu Informationen hat und wie diese verarbeitet werden.
  • Wirtschaftliche Souveränität – Unabhängigkeit von Plattformen und Anbietern außerhalb Europas.

Nur wer in allen drei Bereichen eigenständig bleibt, könne laut Boris Bärmichl seine Position in der digitalisierten Welt sichern. Doch aktuell hinke Europa hinterher.

Die Risiken der Abhängigkeit
Tech-Giganten aus den USA und Asien dominieren den Markt. Sie kontrollieren Bärmichl zufolge nicht nur Technologien, sondern auch Datenströme – mit enormen Auswirkungen auf Wirtschaft und Sicherheit. Diese Abhängigkeit mache Europa verwundbar und hemme Innovationen.

Chancen und Handlungsoptionen
Die gute Nachricht, so der Digital-Experte: Lösungen sind vorhanden. Europäische Unternehmen und Initiativen bieten Technologien, die digitale Unabhängigkeit ermöglichen. Was fehle, sei der Mut zum Risiko und die Bereitschaft, in eigene Innovationen zu investieren. Kooperationen zwischen Wirtschaft, Politik und Forschung seien entscheidend, um den Rückstand aufzuholen.

„Jetzt handeln!“
Europa muss, so Bärmichls Forderung, den Kurs wechseln – hin zu einer starken, eigenständigen digitalen Infrastruktur. Das bedeute:

  • Förderung europäischer Tech-Start-ups
  • Investitionen in Schlüsseltechnologien wie KI und 5G
  • Aufbau sicherer Datenräume und Plattformen

Nur so könne Europa seine digitale Zukunft selbst gestalten und verhindern, zum Spielball globaler Interessen zu werden.


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Boris Bärmichl, Vorstand der Digitalsparte beim ASW-BW-Schwesterverband BVSW